Presseankündigungen und -besprechungen

Kleine Katharsis gefällig?

Drei kritische Künstler erkunden aktuelle Fragen und menschengemachte Entwicklungen in ihrer Ausstellung «Hinter Kulisse und Stirn» in Konstanz.
Bild: Donato Caspari

Tagblatt | Ostschweizer Kultur | 19. Dezember 2016

Im Kulturzentrum Konstanz heben Christian Lippuner, János Stefan Buchwardt und Stefan Postius ziemlich charmant Gewissheiten aus den Angeln und führen Konstrukte ad absurdum.

Eva Grundl

Nicht klein, dafür aber fein und absolut sehenswert ist die mit dem schlichten Titel «Hinter Kulisse und Stirn» daher kommende Schau des Künstlerkollektivs Christian Lippuner, János Stefan Buchwardt und Stefan Postius. Eine Kooperation, die unter anderem vom Kulturbüro Konstanz, dem Kulturfonds der Stadt Konstanz und der Thurgauer Kulturstiftung gefördert worden ist.

Drei Mann setzen sich mit dem Instrumentarium der Kunst und ihren Möglichkeiten auseinander mit teils als Verwerfungen wahrgenommenen Phänomenen, die aktuell einen Gutteil der Menschen interessieren und die Debatten der Öffentlichkeit befeuern und prägen. Als Beispiel sei zunächst die grossformatige Fotografik des Konstanzers Stefan Postius mit dem Titel «Brauntöne» genannt. Das auf der sinnlichen Ebene wunderschöne Kompositum von Materialien wie Wolle, Leder oder Metall provoziert nach der ersten Attraktion Gedanken ans Politische: Darf man Braun überhaupt schön finden? Was genau ist aktuell in politischer Hinsicht Ausdruck einer braunen Gesinnung? Wie wird das weitergehen mit dem aktuellen Wiedererstarken der politischen Rechten, wo enden?

Grosse Fensterfront wird bespielt

Als derart auf sich zurückgeworfen erlebt man sich in der Ausstellung permanent und so auch durch die Textfahnen des Steckborner Wortkünstlers János Stefan Buchwardt. Jeden noch so geringen Lufthauch verführerisch in Bewegung umsetzend, bespielen sie unter anderem die grosse Fensterfront im Richentalsaal. Buchwardt hat die Fahnen bedruckt mit Texten und Textfragmenten verschiedenster Provenienz. Der Blick beisst sich fest am optisch so leicht und transparent daherkommenden, überbordenden Lektüreangebot. Man zweifelt, kämpft und beginnt aufs Neue, nach jenen Strukturen und Ordnungen zu suchen, die Halt geben beim Lesen und es als kollektive Erfahrung überhaupt erst möglich machen: Satzbau, Rechtschreibung, Zeichensetzung, das Spiel aus Sinn und Bedeutung.

Augenfällig wird das Unbehagen, das nicht zwingend auf das Territorium des Behaglichen führt, sodann beim Holzschnitt von Christian Lippuner, des in Grabs geborenen und in Ermatingen arbeitenden Künstlers. Das Gewirr aus Linien, mal geschlängelt, mal recht geradeaus verlaufend, durchzieht in Verbindung mit flächenhaft dargestellten Arealen einen schemenhaft gearbeiteten Kopf.

Betonen wir das Rationale zu sehr?

Diese eindrücklich gearbeitete Landkarte eines menschlichen Gehirns liesse sich zumal in Verbindung mit dem Werktitel «Kopfgeburt» interpretieren als die Abwesenheit von der sinnlichen Wahrnehmung und zugleich der Suche nach ihr. Auch hier werfen sich für die Betrachtenden Fragen auf wie jene nach einer allfälligen Überbetonung des Rationalen, des Logischen und Intellektuellen zumal in der westlichen Welt. In welchem Verhältnis genau stehen Sinnlichkeit und Ratio? Was genau wäre gewonnen, würde dem Sinnlichen mehr an Gewicht verliehen, sei es in öffentlichen Debatten oder auf der individuellen Ebene? Oder aber: Wäre denn überhaupt etwas gewonnen? Zur Frage nach dem Reiz am Projekt «Hinter Kulisse und Stirn» sagt das Künstlerkollektiv: «Das Verhältnis zwischen dem, was hinter menschlicher Stirn ausgeheckt wird, und dem nach aussen Vorgespiegelten.» 

 

Thurgauer Zeitung | 19.12.2016 | S. 25

Kleine Katharsis gefällig? | Eva Grundl

Im Kopf von Donald Trump

Die vielen Gesichter des Donald Trump: Eine der Arbeiten aus der Ausstellung »Hinter Kulisse und Stirn«, die sich mit aktuellen Themen auseinandersetzt. © Stefan Postius

Magazin | thurgaukultur.ch | 7. Dezember 2016

Hochaktuell, politisch und sehr ideenreich zeigen Christian Lippuner, János Stefan Buchwardt und Stefan Postius in einer gemeinsamen Ausstellung, was falsch läuft in unserer Gesellschaft. Nicht alle Thesen der Künstler muss man teilen. Aber selten war eine Auseinandersetzung mit dem Thema so anregend.

Von Michael Lünstroth

Auch vier Wochen nach der Wahl von Donald Trump zum 45. Präsidenten der USA rätselt vor allem Europa immer noch, wie das eigentlich passieren konnte. Die Feuilletons sind jedenfalls voll von Erklärungsversuchen. Das erste Entsetzen ist einer Suche nach dem Begreifen des mal als unvorstellbar Gedachten gewichen. Wie wird Donald Trump die Welt verändern? Wird das Amt ihn verändern? Und was macht es mit der Gesellschaft, mit uns, wenn Menschen, die mit rassistischen, frauenverachtenden tyrannischen Attitüden einen Wahlkampf bestreiten, am Ende auch noch als Sieger dastehen? Es gipfelt in der Frage der Fragen: Wo hat das alles angefangen? Und hätten wir das vielleicht schon früher bemerken und bekämpfen können?

Christian Lippuner, János Stefan Buchwardt und Stefan Postius haben geahnt, dass es so kommen würde. Nicht nur die Geschichte mit Trump, sondern viel mehr. Sie hatten ganz offenbar ein sehr feines Gespür für das, was da auf uns zukommen würde. Das machen sie zumindest in ihrer noch bis Ende des Jahres zu sehenden Ausstellung »Hinter Kulisse und Stirn. Das Behagen am Unbehagen« sehr deutlich. Die beiden Thurgauer Lippuner und Buchwardt haben sich vor mehr als einem Jahr mit dem Konstanzer Fotografen Stefan Postius zusammengetan und entstanden ist auch durch grenzüberschreitende Förderung sowohl von der Kulturstiftung des Kantons als auch aus dem Konstanzer Kulturfonds eine Ausstellung, wie es sie nicht alle Tage gibt. Schon gar nicht in unserer Region.

Worum geht es? Im Grunde ist der Titel – Hinter Kulisse und Stirn – da sehr eindeutig. Die Ausstellungsmacher wollen zeigen, was einerseits hinter den Kulissen gesellschaftlich schieflaufen kann, aber auch hinter der Stirn eines jeden Einzelnen. Malerei, Skulpturen, Fotografien, Videoinstallation und Textkunst treffen aufeinander und ergeben ein Netzwerk aus Ideen, Anregungen und Mahnungen zum Thema. Zum Beispiel in einer Arbeit von Christian Lippuner zur Flüchtlingskrise. Dunkelblauer Hintergrund, davor viele bunte Figuren hinter einem Stacheldrahtzaun. In das bunte Menschengemenge hinein hat Lippuner eine Schwarz-Weiss-Zielscheibe platziert. Sein Gedanke dahinter impliziert beides: Auf die Flüchtlinge wird gezielt, aber getroffen wird am Ende auch die Gesellschaft.

Christian Lippuner versteht es glänzend, in seinen Arbeiten sehr lakonisch den Punkt zu treffen. So auch beim Werk »Luzifers List«. Es zeigt eine schemenhafte dunkle Gestalt mit weissem Kopf bei der Einflüsterung von Gedanken an eine andere Figur. Die Arbeit soll die vielen Einflussnahmen auf Politik thematisieren. Sei es von Lobbygruppen, Demagogen oder sonstwie einseitig Interessierten. Von dieser Arbeit spinnt sich über eine der »Sprechende Wände« des Richental-Saals hinweg ein Netz zu einer Arbeit von Stefan Postius. Seine Porträts von Donald Trump und Wladimir Putin spielen genau mit diesem Gedanken. Wer flüstert ihnen was ein? Welches Gesicht zeigen sie wirklich? Und welche Interessen vertreten sie am Ende?

Auf diese Weise geht es in der Ausstellung vielfach hin und her. Einem Ping-Pong-Spiel gleich ergeben sich Referenzen und Verknüpfungen. Alles hängt mit allem zusammen und immer wieder entsteht Neues. Kontexte schaffen über die bildnerischen Gedanken hinaus vor allem auch die Texte von János Stefan Buchwardt. Der Dichter und Wortkünstler hat seinen ganz eigenen Zugang zum Thema gewählt und gibt der Schau so auch noch mal eine andere Tiefe. Wenn der Autor schreibt: »Drohgebärden entlarven sich als lächerliche Domestikationen des Unbeherrschbaren, als vergebliche Ambition, sich die Welt verfügbar und untertan zu machen«, ist man wie von alleine wieder bei Putin, Trump und Konsorten.

Was für ihn die Ausstellung leisten soll, beschreibt Buchwardt so: »Besucherinnen und Besucher dürfen und müssen erfahren, was sich hinter ihrer eigenen Stirn tun kann, inwieweit sie selbst sich von Vorgespieltem täuschen lassen und es sich in dieser Situation auch noch bequem einrichten wollen. Geht denn die Existenz von Realität auf unser Bewusstsein zurück oder existiert das Seiende auch unabhängig davon? Philosophisch stossen hier idealistische und realistische Anschauungsweisen aufeinander, handkehrum ist unser Alltag von Schreckgespenstern durchsetzt.« Seine lyrische Kraft zeigt sich insbesondere in der Arbeit »Engelsturz«. Ein Wirrwarr aus positiv belegten Begriffen auf einer Fahne, ein Sammelsurium von negativ belegten Begriffen direkt daneben. Und zwischen all diesem Buchstaben-Salat flackern Gedichte auf, an denen Kurt Pinthus, Gottfried Benn und Gerhard Trakl ihre Freude hätten: »Ich meissle Masken in die Sterne / ein Kinderspiel am Sarkophag / aus immergrünen Bernsteinssphären / ergiesst sich zähes Rindenharz.«

Etwas plakativer sind da die Arbeiten von Stefan Postius zum Thema Rassismus. Auf einer Kulissenstaffage hat er ein Triptychon erstellt, das Oberfläche zeigt und was laut Postius in Wahrheit dahinter liegt. Eine einfache geografische Abbildung von Deutschland hinterlegt er mit einer Karte von rassistischen Übergriffen im Land. Auf einer weiteren Deutschland-bei-Nacht-Karte rechts daneben verzeichnet er lediglich den Ort Jamel in Mecklenburg-Vorpommern. Ein Dorf, in dem nur Nazis leben. Auf der Ebene dahinter zeigt er die offen nationalsozialistische Lebensweise der Menschen dort. Und mit dem dritten Bild ist er nicht mehr dem Rassismus auf der Spur, sondern dem VW-Konzern. Den Diesel-Skandal hat er zum Anlass genommen, die Firmenpolitik und das übliche Managergeschwafel zu hinterfragen. Er macht dies ganz einfach, indem er einen klassischen Unternehmerspruch in mehreren Stufen bis zur vollkommenen Sinnlosigkeit auflöst.

Eines der eindringlichsten Exponate der Schau ist aber ein rund sieben Quadratmeter umfassender Kubus. Aussen bebildert mit idyllischen Naturaufnahmen, innen ausgekleidet mit architektonischen Ansichten. Die städtische Enge ist hier das Thema. Was wird aus den Menschen, wenn immer mehr nachverdichtet wird, Freiflächen und konsumfreie Areale verschwinden, der graue Beton die grüne Natur vertreibt? Betritt man den Kubus, bekommt man das Unbehagen des Fotografen an dieser Entwicklung am eigenen Körper zu spüren. Es ist eng, es ist laut, man möchte sich hier nicht länger als notwendig aufhalten. So eindrücklich wie dieser Teil der Schau auch ist, so sehr kann man hinterfragen, ob der hier aufgezeigte Weg – Zurück in die Natur – tatsächlich der goldene Weg ist. Überhaupt stellt sich die Frage, ob die von den Ausstellungsmachern vorgelegte These nicht zu einfach ist. Dass Urbanität und gedrängtes Leben in den Städten eher zu gefährlichen Tendenzen in der Gesellschaft führen, kann man bezweifeln. Gerade in Städten durchmischen sich die Völker, leben die Menschen intensiver miteinander als nur nebeneinander. Die Stadt als Konglomerat als Wurzel des Übels zu sehen, geht am Ziel vorbei. Oft entsteht Rassismus, Ausgrenzung ja dort, wo kaum Minderheiten leben.

Trotzdem ist diese Ausstellung ein Glücksfall. Sie veranschaulicht hochaktuelle Themen auf so gekonnte und wohldurchdachte Art, dass niemand unberührt diese Schau verlassen dürfte. Man muss die Auffassung der Künstler nicht in allen Punkten teilen, aber die klare Haltung der Ausstellung lädt geradezu zur Auseinandersetzung ein. János Stefan Buchwardt hält auch eine Antwort parat, auf die Frage, was die Gesellschaft denn jetzt brauche: »Wir brauchen Kompromisse, Einkehr, Genügsamkeit und Aufrichtigkeit. Der Pragmatismus, dass nur das, was uns nützlich zu sein scheint, hochhaltenswert ist, hat sich längst und im Grunde von Beginn an als obsolet erwiesen.«

Selten war eine Ausstellung in der Region so auf der Höhe der Zeit, selten war die politische Botschaft so wohltuend klar. Und wer weiss? Wenn 2017 mit den Wahlen in Frankreich, den Niederlanden und Deutschland so weitergeht, wie es die US-Wahl nun angetönt hat, dann dürfte sich der prophetische Charakter der Ausstellung einmal mehr beweisen.

Wenn Lebensraum zum Überlebensraum wird

Sie stellen im Richentalsaal aus: Christian Lippuner (sitzend), Stefan Postius (Mitte) und János Stefan Buchwardt vor Lippuners Werken »Minotaurus« und »Schlag ins Gesicht«. Bild: Jana Mantel

Südkurier | Konstanz | 8. Oktober 2016

Start der Ausstellung »Hinter Kulisse und Stirn« 
Künstlertrio will zum Nachdenken anregen

Von Jana Mantel

Konstanz – Alex Bänningers kess gemeinte Androhung, er werde die Zumutung, bei Vernissagen Reden zu halten, voll ausschöpfen, macht er nicht wahr. »Die Einmischung in gesellschaftspolitische Themen und das nicht nur von Kulturschaffenden ist erwünscht!«, an diese Worte erinnert der Schweizer Publizist in seiner Ansprache zur Vernissage, die er vor knapp 100 Gästen am Eröffnungsabend der Ausstellung »Hinter Kulisse und Stirn« hält. Pointiert und kurzweilig, dabei aber tief- und scharfsinnig, ohne belehrend zu sein, warnt Bänninger die denkende Menschheit vor der seiner Meinung nach um sich greifenden Dummheit und nennt als Vorbilder drei Männer, die, wie er betont, »diesen Saal nicht nur bespielen, sondern ihn in ein Mementum verwandeln. Sie bereichern, beleben, ja befeuern den Raum mit ihren Werken.« 

Diese Energie, Kraft und Begeisterung, die die drei Künstler – Stefan Postius, Christian Lippuner, János Stefan Buchwardt – schon von Anfang an bei ihrer Projektidee versprühten, begeisterte auch die Jury des Kulturausschusses, erinnert sich Sarah Müssig, Leiterin des Kulturbüros Konstanz: »Dieses Projekt trifft genau den Nerv des Kulturförderungsprogramms: länder- und genreübergreifend und dabei hochaktuell!« Das Ausstellungsprojekt, das verschiedenste Themen wie Macht, Rassismus, Verdichtung und zwischenmenschliche Probleme thematisiert und kritisch hinterfragt, ist in dieser Form einmalig. 

Das Trio, das sich selbst als den »inneren Kreis der Ausstellung« bezeichnet, hat viel Zeit und Energie in diese Ausstellung investiert: »Wir machen es Ihnen als Besucher nicht leicht, aber wir wollen sie erreichen!«, so János Stefan Buchwardt, der als Wortkünstler so etwas wie das Bindeglied zwischen den drei Männern darstellt. Mit dem Spruch »Zwei Deutsche und zwei Schweizer, das ergibt drei Künstler«, gibt er dem Publikum ein Rätsel auf, das er aber sogleich mit dem Hinweis auf seine zweifache Staatsbürgerschaft auflöst. 

Mit seinen zum Teil doppeldeutigen Wortspielen fordert er dem Besucher einiges an Geduld ab. Das lohnt sich aber durchaus und nicht nur, weil seine Texte immer wieder Bezüge zu den beiden Künstlerkollegen aufweisen. Mit der Merkelraute zum Beispiel – in seiner Arbeit »Engelssturz«, die einen stimmigen Übergang zum Fotografen Stefan Postius aufweist, der aus einem Merkel-Profil eine Fotocollage machte, die an ein Rautenmuster erinnert, das mehr und mehr verblasst und den Betrachter an Machtzerfall erinnern lässt. Machtmenschen sind nicht unverletzlich, so die Botschaft, denn wir alle sind gleich sterblich und zerbrechlich. Die Installation von János Stefan Buchwardt, die eine Beinprothese – platziert auf einem herrschaftlichen Stuhl – zeigt, beantwortet diese Frage auf ganz eigene Weise.

Die Rauminstallation »Cubus« von Fotograf Postius konfrontiert die Besucher auf einem Quadratmeter mit dem Thema Urbanität und Landleben. »Die Natur verkommt immer mehr zur Kulisse«, sagt der Fotograf provozierend zu seiner Arbeit. »Der Lebensraum wird zum Überlebensraum«, so nennt es Bänninger und weist auf eine großformatige Arbeit von Lippuner hin: »Minotaurus«. Einen wütenden Grobian sieht man hier, halb Mensch, halb Tier – und dennoch finden sich in seinem Gesicht nette, spielerisch anmutende Formen. Das Gesicht täuscht, wie so vieles im Leben. Bezug nehmend dazu hat Postius eine Fotoarbeit geliefert, die den schönen Schein, der uns täglich umgibt, auf die Spitze treibt: ein Ausschnitt aus einem Schmuckwerbeplakat. 

So findet man bei mehreren Werken subtile Verweise zu denen der künstlerischen Mitstreiter. Das ist Absicht. »Wir wollten diese Querverweise, damit die Besucher sehen, dass uns eine gesellschaftspolitisch gleiche Grundhaltung eint«, so alle drei unisono. Außerdem möchten sie die Besucher nachdenklich machen und aufrütteln. Die Kunst ist frei und sollte provozieren. Das ist gelungen.

Südkurier | 08.10.2016 | S. 23

Wenn Lebensraum zum Überlebensraum wird | Jana Mantel
(Die Installation "STUHL BEIN" wurde versehentlich Christian Lippuner anstatt János Stefan Buchwardt zugesprochen.)